Social Media – Nutzen und Gefahren

Social Media ruft bei manchen Menschen Euphorie hervor – ander lehnen diese Aktivitäten aus Datenschutzgründen total ab. Die Hochschule St. Gallen hat nun die Relevant von Social Media für Unternehmen untersucht und gibt Befürwortern wie Gegnern Argumente in die Hand.

Was letztendlich zu tun ist entscheiden Sie am besten selbst. Ich halte Social Media für ein sehr gutes Marketinginstrument! Und: Es 5:3 an Risiken – Verweigerer haben deutlich mehr Risiken! Use it, sage ich nur.

A. Die Risiken der Verweigerung

1. Verlust an Relevanz:

Das Internet steht für Kommunikation, Offenheit und Öffentlichkeit. Unternehmen sind schon längst keine rein statischen Gefüge mehr. Das Internet ist eine feste Säule des Multi-Channel-Marketing und Vertriebsmixes geworden. Ist ein Unternehmen im Internet lediglich über die Homepage zu finden, wird sowohl die Useraktivität in Bezug auf die Brand als auch die Bedeutung derselben für die User sinken. Ebenso werden die Berührungspunkte über Suchmaschinen und Links abnehmen.

2. Negative Brandingeffekte:

Mit der schwindenden digitalen Relevanz von Unternehmen sind auch die neuen Möglichkeiten für Marketing und Unternehmenskommunikation limitiert, welche insbesondere im Rahmen von Social Media innovative Konzepte und vielfältige Varianten der Markenbildung bieten.

3. Fehlende Interventionsmöglichkeiten:

PR-Abteilungen in Unternehmen schätzen insbesondere die Aktualität und Direktheit der Interaktion mit Kunden und Stakeholdern. Einerseits ermöglicht Social Media die Früherkennung von aufkommenden oder potentiellen Krisen, andererseits bietet es die Chance zur unmittelbaren Intervention. In kritischen Situationen ist diese Möglichkeit unentbehrlich, da sich negative Informationen über das Unternehmen oder die Produkte beispielsweise in Blogs wie ein unaufhaltsames Lauffeuer verbreiten können.

4. Wettbewerbsnachteile durch mangelnde Wissensverarbeitung:

Abhängig von der Branche ist die Verarbeitung von Kundeninformationen eine wichtige Komponente zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Kunden teilen ihre Wünsche und Bedürfnisse offen mit. Eine ausreichend große und qualitativ hochwertige Datenmenge eröffnet Chancen für eine effizientere Produktgestaltung oder für optimierte Dienstleistungen und Prozesse. Diesen Wettbewerbsgedanken haben Unternehmen weitestgehend noch nicht verinnerlicht.

5. Sinkende Mitarbeiterbindung:

Schließlich haben viele Unternehmen das Risiko einer sinkenden Mitarbeiterbindung durch das Verbot der Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz bisher noch nicht erkannt. Sie müssen dahingehend sensibilisiert werden. Denn Social Media hat insbesondere bei Wissensarbeitern einen bedeutenden Einflussauf die emotionale Bindungan das Unternehmen. Unternehmen können die Potentiale von Social Media nutzen und dabei gleichzeitig die benannten Risiken (wenn auch nicht immer vollständig) vermeiden.

Hier das Original: http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Risiken-von-fehlender-Unternehmenskommunikation-in-Social-Media-Wer-relevant-sein-will-muss-mitreden-53546.html

B. Die Risiken der Nutzer

1. Mangelnde Feedbackverarbeitung:

Die Studie verdeutlicht die Problematik, dass Informationen aus Social-Media-Applikationen nicht ausreichend verarbeitet und ausgewertet werden können. Die Gründe dafür liegen in der Überforderung von Marketing und Kommunikationsabteilungen, da diese darauf nicht ausgerichtet oder nicht entsprechend personell ausgestattet sind. Werden die Daten von einer anderen Abteilung ausgewertet, liegt es nahe,dass dadurch eine korrekte und unverzügliche Kommunikation nach außen nicht gerade beschleunigt wird. Kurz: Es fehlt an Ressourcen und somit an der strategischen Ausrichtung innerhalb des Unternehmens.

2. Dysfunktionales Kommunikationsverhalten:

Unternehmen sind sich oft im Unklaren darüber, welche Rolle die eigenen Mitarbeiter bei der externen Kommunikation spielen. Nur mit Hilfe von Social-Media-Richtlinien kann den Mitarbeitern vermittelt werden, welche Informationen sie in welcher Form nach außen darstellen und wiedergeben sollen. Die Meinungen und Aussagen der Mitarbeiter können der institutionalisierten, zentralen Unternehmenskommunikation widersprechen und zu kontraproduktiven Effekten führen. Daher sollte die Implementierung von Kontrollmechanismen bei der Formulierung einer Kommunikationsstrategie zumindest thematisiert werden.

3. Kontrollverlust und Verstärkung negativer Informationen:

Aufgrund der Eigendynamik von Social Media müssen Unternehmen befürchten, dass sich Kommunikationsinhalte nicht mehr gänzlich steuern lassen. Dies kann unter Umständen sogar zu einer negativen Verstärkung von kommunizierten Inhalten führen. Informationen können sich im interaktiven, sozialen Medium unabhängig von sachlicher Richtigkeit oder ganzheitlicher Betrachtungsweise rasch verbreiten und das Image beziehungsweise die Brand beschädigen.

Hier im Original: http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Risiken-von-Unternehmenskommunikation-in-Social-Media-Mangelndes-Feedback-ist-die-groesste-Gefahr-53544.html

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